Zaun-Lexikon
Was unterscheidet einen Staketenzaun vom Jägerzaun? Wie tief muss ein Pfostenfundament? Wann braucht ein Tor eine Sicherheitsprüfung? 96 Begriffe aus dem Zaunbau, verständlich erklärt.
Zauntypen 24 Einträge
Von der Doppelstabmatte über Holz- und Lamellenzäune bis zu Gabionen und Lärmschutzwänden – welche Bauart wofür taugt.
Aluminiumzaun
Leicht, korrosionsfrei und formstabil – der wartungsärmste Zaun, wenn das Budget stimmt.
Ballfangzaun
Hohe Zäune hinter Tor und Spielfeld – ausgelegt auf Ballaufprall, nicht auf Optik.
Bambuszaun
Naturrohre als Sichtschutz – warm in der Optik, schnell montiert und die kurzlebigste Variante im Programm.
Betonzaun
Vorgefertigte Platten in Nutpfosten – wartungsfrei, massiv und die günstigste Möglichkeit, eine echte Wand zu bauen.
Doppelstabmattenzaun
Der Standard für Grundstücksgrenzen: verschweißte Stahlmatten mit doppelten Querstäben, verzinkt und pulverbeschichtet.
Flechtzaun
Geflochtene Holzstreifen oder Weidenruten – blickdicht, handwerklich und mit deutlich begrenzter Lebensdauer.
Materialien & Oberflächen 22 Einträge
Stahl, Aluminium, Holz, WPC und die Frage, die über die Lebensdauer entscheidet: Wie ist die Oberfläche geschützt?
Aluminium
Leicht, korrosionsbeständig durch die eigene Oxidschicht und im Strangpressverfahren zu fast jedem Profil formbar.
Bangkirai
Tropisches Hartholz mit hoher Dauerhaftigkeit – technisch stark, in der Herkunft die kritischste Materialwahl.
Cortenstahl
Wetterfester Baustahl, der eine dichte Rostschicht bildet und dann von selbst stehen bleibt – warm in der Optik, aber mit Abfärbung.
Duplex-System
Feuerverzinkung plus Pulverbeschichtung. Beide Schichten schützen sich gegenseitig – die Standzeit ist größer als die Summe der Einzelteile.
Edelkastanie
Gerbstoffreich und dauerhaft, klassisch gespalten statt gesägt – das Holz des traditionellen Staketenzauns.
Edelstahl
Rostfreier Stahl durch Chromgehalt – im Zaunbau vor allem für Beschläge, Schrauben und Designelemente.
Tore & Antriebe 17 Einträge
Dreh- und Schiebetore, Schranken, Drehkreuze, Antriebe und Zutrittskontrolle – die bewegliche Seite der Einfriedung.
Drehkreuz
Personenschleuse mit rotierenden Armen – lässt genau eine Person passieren und niemanden zurück.
Drehtor
Das klassische Flügeltor an Bändern – einfach, günstig und immer dann richtig, wenn Platz zum Aufschwenken da ist.
Fluchttor und Panikbeschlag
Ein Tor im Fluchtweg muss sich ohne Vorkenntnis und ohne Schlüssel öffnen lassen – mit einem Griff, in Fluchtrichtung.
Freitragendes Schiebetor
Schiebetor ohne Bodenschiene: Das Torblatt schwebt über der Durchfahrt – kein Zufrieren, kein Laub, kein Hindernis.
Funkhandsender
Der Knopf fürs Auto. Technisch simpel, aber Frequenz, Verschlüsselung und Reichweite entscheiden über Alltagstauglichkeit.
Gartentür
Die Gehtür im Zaun – klein, aber das Bauteil, das am häufigsten benutzt und am häufigsten falsch geplant wird.
Bauteile & Montage 16 Einträge
Pfosten, Fundamente, Beschläge, Verbinder: die Teile, an denen sich entscheidet, ob ein Zaun gerade bleibt.
Betonsockel
Eine Platte unter dem Zaun schließt den Bodenspalt – die wirkungsvollste Ergänzung für wenig Geld.
Drainage
Wasserableitung hinter Wänden und unter Antriebskästen – unsichtbar und öfter Schadensursache als jedes Materialversagen.
Einschlagbodenhülse
Stahlhülse mit Spitze, die in den Boden geschlagen wird – schnell und ohne Beton, aber nur für leichte Zäune.
Hangausgleich
Am Gefälle muss der Zaun eine Entscheidung treffen: abtreppen oder der Neigung folgen. Beides hat Folgen.
Klemmhalter
Kleines Formteil, das die Zaunmatte am Pfosten hält – und über Aufbruchsicherheit und Optik entscheidet.
Pfostenkappe
Das billigste Bauteil am Zaun – und das, dessen Fehlen den Pfosten von innen zerstört.
Normen & Planung 17 Einträge
Grenzabstand, Nachbarrecht, Torsicherheit, Windlast – was vor dem ersten Pfosten geklärt sein sollte.
Abnahme und Gewährleistung
Mit der Abnahme wechselt vieles: Beweislast, Fristen, Zahlung. Es lohnt, sie nicht nebenbei zu erledigen.
Absturzsicherung
Wo ein Höhenunterschied besteht, wird aus dem Zaun ein sicherheitsrelevantes Bauteil – mit anderen Anforderungen.
Aufmaß
Das Vermessen vor Ort. Ohne Aufmaß ist jedes Angebot eine Schätzung – und jede Bestellung ein Risiko.
Baugenehmigung für Zäune
Viele Zäune sind genehmigungsfrei – aber „genehmigungsfrei“ heißt nicht „vorschriftenfrei“.
Baumschutzsatzung
Fundamente im Wurzelbereich geschützter Bäume sind genehmigungspflichtig – und Wurzeln sind weiter draußen, als man denkt.
Bebauungsplan
Das Dokument, das über Höhe, Material und manchmal die Farbe des Zauns entscheidet – und das kaum jemand vorher liest.
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Kontakt aufnehmenDie Angaben in diesem Lexikon sind allgemeine Orientierungswerte für den deutschen Markt. Maße, Kennwerte und rechtliche Vorgaben unterscheiden sich je nach Hersteller, Bundesland und Bebauungsplan. Für Ihr Projekt gilt immer die konkrete Prüfung vor Ort.