Bambuszaun

Naturrohre als Sichtschutz – warm in der Optik, schnell montiert und die kurzlebigste Variante im Programm.

Was es gibt

Bambuszäune kommen in drei Ausführungen in den Handel:

  • Bambusmatten: dünne Rohre oder gespaltene Halme, mit Draht zu Rollen verbunden. Günstig, werden vor einen bestehenden Zaun gespannt. Kürzeste Standzeit.
  • Bambuselemente im Rahmen: stärkere Rohre in einem Holz- oder Aluminiumrahmen. Deutlich formstabiler und die einzige Variante, die als eigenständiger Zaun taugt.
  • Einzelrohre, senkrecht auf Riegel geschraubt. Handwerklich aufwendiger, dafür reparabel.

Botanisch ist Bambus ein Gras, kein Holz. Für den Zaunbau heißt das: hohe Zugfestigkeit in Längsrichtung, aber ein hohler Querschnitt, der Wasser aufnimmt und im Frost arbeitet.

Die zwei Schwachstellen

Risse. Bambus reißt längs auf, wenn er wechselnd nass und trocken wird. Das ist keine Ausnahme, sondern das normale Alterungsverhalten. Thermisch behandelte Rohre reißen später, aber auch sie reißen.

Offene Rohrenden. Steht ein Rohr mit offenem Ende nach oben, füllt es sich mit Wasser. Innen beginnt dann Pilzbefall, den man von außen nicht sieht, bis das Rohr weich wird. Deshalb gehören die Enden verschlossen – mit Kappe, Harz oder durch einen Schnitt direkt unter einem Knoten, weil der Knoten das Rohr natürlich abschließt.

Haltbarkeit realistisch

Fünf bis acht Jahre bei Matten, acht bis zehn bei gerahmten Elementen mit gutem konstruktiven Schutz. Wer mehr erwartet, sollte zu WPC oder Aluminium greifen.

Verlängern lässt sich die Standzeit durch:

  • Abstand zum Boden von mindestens 5 cm, besser auf einem Sockel
  • Abdeckung oben, damit Regen nicht auf die Schnittflächen trifft
  • jährliche Behandlung mit einem offenporigen Öl
  • freie Belüftung auf beiden Seiten – kein dichter Bewuchs davor

Einsatz

Bambus passt an Sitzplätze, Terrassen, Gastgärten und überall dort, wo eine warme, natürliche Wirkung gewünscht ist und die Anlage nach einigen Jahren ohnehin verändert wird. Als dauerhafte Grundstückseinfriedung ist er die falsche Wahl.

Häufig sinnvoll ist die Kombination: ein dauerhafter Metallzaun als Grenze, davor Bambuselemente als Sichtschutz am Sitzplatz.

Vorteile und Grenzen

Dafür spricht: warme natürliche Optik, blickdicht bei guter Luftdurchlässigkeit, schnell montiert, günstig in der Anschaffung, nachwachsender Rohstoff.

Dagegen spricht: kürzeste Lebensdauer aller Bauarten, reißt zwangsläufig auf, hoher Pflegebedarf, kaum reparabel, verfärbt ungleichmäßig.

Passt das zu Ihrem Grundstück?

Ob Bambuszaun bei Ihnen die richtige Wahl ist, hängt von Gelände, Untergrund und Nutzung ab. Wir schauen uns das vor Ort an.

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Allgemeine Orientierungswerte für den deutschen Markt. Maße, Kennwerte und rechtliche Vorgaben unterscheiden sich je nach Hersteller, Bundesland und Bebauungsplan.