Lichtschranke

Unsichtbarer Lichtstrahl quer durch die Durchfahrt – erkennt, dass jemand im Weg steht, ohne ihn zu berühren.

Funktionsprinzip

Eine Lichtschranke besteht aus einem Sender und einem Empfänger, die sich gegenüberstehen. Der Sender schickt einen modulierten Infrarotstrahl, der Empfänger prüft laufend, ob er ankommt. Wird der Strahl unterbrochen, meldet der Empfänger das an die Torsteuerung – das Tor stoppt oder reversiert.

Die Reflexlichtschranke kommt mit einer Seite aus und arbeitet gegen einen Reflektor. Sie ist einfacher zu verkabeln, aber empfindlicher gegen verschmutzte oder verstellte Reflektoren. Für Sicherheitsfunktionen ist die Einweglichtschranke die verlässlichere Wahl.

Montage: Höhe und Anzahl

Eine einzelne Lichtschranke in 50 cm Höhe erkennt ein Auto und einen Erwachsenen – aber nicht zuverlässig ein Kind, das am Boden sitzt, und nicht eine liegende Person.

Bewährte Praxis:

  • Zwei Ebenen, etwa bei 30 bis 40 cm und bei 70 bis 80 cm über dem Boden
  • Bei hohen Toren zusätzlich eine dritte Ebene
  • Auf beiden Seiten des Tores – innen und außen –, damit sowohl beim Öffnen als auch beim Schließen gesichert ist
  • Sender und Empfänger genau fluchtend und lotrecht ausrichten

Bei Schiebetoren ist zusätzlich der Bereich zu betrachten, in den das Torblatt einfährt.

Selbstüberwachung

Für Sicherheitsanwendungen muss die Steuerung erkennen, wenn die Lichtschranke ausfällt. Normkonforme Systeme werden vor jeder Fahrt getestet: Die Steuerung schaltet den Sender kurz ab und erwartet, dass der Empfänger dies meldet. Bleibt die Rückmeldung aus, verweigert die Anlage die Fahrt.

Eine einfache Lichtschranke ohne diese Prüffunktion erfüllt die Anforderungen an Schutzeinrichtungen nach DIN EN 12978 nicht – sie ist ein Komfortbauteil, keine Sicherheitskomponente.

Typische Störquellen

  • Verschmutzte Optik: Staub, Spinnweben, Pollen. Die häufigste Ursache für Fehlauslösungen. Zweimal jährlich reinigen.
  • Direkte Sonneneinstrahlung in den Empfänger: Bei Ost-West-Ausrichtung tief stehende Sonne bedenken, Blende oder anderer Montageort.
  • Nebel, Starkregen, Schneefall: kann den Strahl dämpfen. Hochwertige Geräte haben Reserven.
  • Vibrationen am Pfosten verstellen die Ausrichtung – stabile Befestigung wählen.
  • Bewuchs: Ein Grashalm im Strahl blockiert das Tor. Freischneiden gehört zur Pflege.

Praxishinweis zur Verkabelung

Lichtschranken brauchen Leitungen auf beiden Seiten der Durchfahrt. Diese Leerrohre gehören vor dem Pflastern eingelegt – ein Punkt, der regelmäßig vergessen wird, weil zum Zeitpunkt der Erdarbeiten oft noch kein Antrieb geplant ist. Zwei Leerrohre quer unter der Einfahrt sind eine der günstigsten Vorsorgemaßnahmen im gesamten Zaunbau.

Vorteile und Grenzen

Dafür spricht: berührungslose Sicherung, zuverlässig, günstig, nachrüstbar, unverzichtbar bei automatisierten Toren.

Dagegen spricht: sichert nur die Strahlebene, empfindlich gegen Verschmutzung und Verstellung, ersetzt keine Schließkantensicherung, benötigt Verkabelung auf beiden Seiten.

Passt das zu Ihrem Grundstück?

Ob Lichtschranke bei Ihnen die richtige Wahl ist, hängt von Gelände, Untergrund und Nutzung ab. Wir schauen uns das vor Ort an.

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Allgemeine Orientierungswerte für den deutschen Markt. Maße, Kennwerte und rechtliche Vorgaben unterscheiden sich je nach Hersteller, Bundesland und Bebauungsplan.